Als Treibsel werden angespülte Substanzen aus dem Meer bezeichnet die sich nach Hochwasser bzw. starken Winterstürmen an den Außendeichen der Nordsee ablagern. Die sogenannten Treibsel bestehen überwiegend aus organischen Substanzen wie z.B. Pflanzenreste (ca. 70 verschiedene Pflanzenarten leben in der Nordsee), zum anderen aus anorganischen Substanzen, sogenanntes Strandgut (Müll, Holz, etc.). Bei der Beseitigung des Treibsels wird höchste Priorität auf die Trennung der anorganischen Bestandteile wie z.B. Müll gelegt. Desweiteren muß sehr schonend gearbeitet werden, da die Grasnabe der Deiche auf keinen Fall beschädigt werden darf. Entfernt werden sollten Treibsel sehr zügig nach deren Ablagerung am Deich damit das Gras darunter nicht erstickt, somit die Gefahr der Beschädigung des Deiches bei Hochwasser gemieden wird. Das Treibsel wird somit zu einem externen Lagerplatz transportiert und dann nach einer gewissen Zersetzung auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht. Das Treibselaufkommen ist jährlich sehr stark schwankend und wird an der S.-H. Nordseeküste, vom Magarethenkoog in DK bis zu den Elbmarschen, beziffert mit 0 bis 90.000 m³ jährlich.
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Treibsel im Naturschutzpark Wattenmeer am Außendeich im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog, hier schon maschinell zusammengeführt | | Verladung der Treibsel am Hindenburgdamm 2 km vor Morsum (Insel Sylt) |
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Hindenburgdamm Südseite | | Kompostierung der Treibsel am Lagerplatz |